Räuchern in der Winterzeit

Oktober 2025

Feuer, Glut, Rauch und Räucherduft sind die ältesten Begleiter der Menschen. Früher wurden die Geschichten und das Wissen um die eigene Kultur am Feuer sitzend weitergegeben. Holz-, Harz- und Kräuterdüfte, die dabei aufstiegen, desinfizierten Räume und reinigten auf energetischer Ebene; sie konnten auch in andere Bewusstseinszustände führen. „Das Räuchern ist so vielleicht neben dem Feuer das zweitälteste, uralt-archaische Sinnbild überhaupt – von Gemeinschaft, von Beseelung, von einer gelebten Verbindung mit der Geistwelt der Götter und Ahnen.“ (C. Fuchs)

Räuchern in der Winterzeit

Beim Räuchern geht es einerseits darum, die durch das Feuer gelösten Wirkstoffe der Pflanze in den Raum hinein zu bringen. In früheren Zeiten brannten bei Krankheit und Seuchen Wacholderfeuer zur Desinfektion. Andererseits beherbergt eine Pflanze auch einen Pflanzengeist. Man kann diesen auch höhere Information nennen, die Homöopathie arbeitet damit. Auch dieser Pflanzengeist wird durch die Kraft des Feuers gelöst und unterstützt unsere Absichten. Bei herannahenden Gewittern wurden früher sogenannte „Wetterpflanzen“ wie die Königskerze und das Johanniskraut verräuchert. Sie nahmen die Spannung aus der Luft. „Dicke Luft“ nach einem Streit kann mit verräuchertem Weißem Salbei oder Weihrauch gelöst werden.


Manchmal ist es auch nötig, dass wir uns selbst abräuchern. Wir sind Energie und haben einen sogenannten Energiekörper, der in etwa auf Armlänge um uns herum reicht. Nicht selten passiert es, dass jemand in diese Aura eindringt und uns seine „verschmutzte“ Energie hinterlässt oder uns Energie abgezogen hat. Dann ist es Zeit zu räuchern, so können wir uns reinigen. Am günstigsten ist es sogar, jemand anderes räuchert einen ab, von vorn und von hinten, um die ausgestreckten Arme und die gespreizten Beine herum, und auch die Fußsohlen. Copal ist ein schönes Harz hierfür, ich persönlich mag gern kräftige Kräutermischungen (Räucherbündel) hierfür nutzen.

Räucherbündel
Räuchern im winter

Wir können für alle Arten des Räucherns jede Pflanze räuchern, die vor unsere Haustür oder in unserem Garten steht, und dabei haben wir die Auswahl zwischen blühendem Kraut, Früchten, Wurzeln, Nadeln, Harzen und sogar Hölzern. Der Phantasie sind auch in Sachen Räuchern keine Grenzen gesetzt und ein ganz intuitiver Griff zu der Pflanze, die zum jeweiligen Augenblick passt, macht die Räucherpraxis leicht. Selbstverständlich gibt es wichtige Vertreter unter unseren grünen Freunden, ohne die immer wiederkehrende Räucherungen nicht denkbar sind, der Beifuß als starke Reinigung zum Beispiel. Beachtet werden will dabei auch, dass alle Pflanzen bzw. Pflanzenteile mit einem höheren Anteil an ätherischen Ölen besser zum Räuchern geeignet sind bzw. diejenigen ohne ätherische Öle (Brennnessel) in Mischungen integriert werden müssen.

Räuchern in der winterzeit

Abgeben an's Feuer

Sind wir an einem Lagerfeuer, am besten zu einem Jahreskreisfest oder einem ähnlichen Ritual, dann können wir unsere Gebete, unsere Wünsche, unsere Bitten (unsere Sorgen) in das Feuer hinein sprechen und danach Räucherkräuter darauf werfen. Das kann Beifuß sein, aber auch eine Mischung aus Kräutern und Nadeln ist möglich (z.B. Beifuß, Wermut, Thuja). Zischen und knistern die Kräuter in den Flammen, dann wissen wir, dass wir unsere Worte von Herzen formuliert haben und sie so in der Geistigen Welt gehört werden konnten.

kräuter räuchern
Räucherbündel
Räuchern und räucherbündel

Wer die unterschiedlichen Räuchermethoden erlernen, sich selbst eine Räuchermischung zubereiten und sich mit den heimischen Baumharzen beschäftigen möchte, der ist herzlich in meinem Kurs "Räuchern in der Winterzeit" willkommen, den ich jährlich im November veranstalte ...